Wandern im Brackvenn

Mehrfach musste ich meine geplante Fototour ins Brackvenn bei Monschau verschieben. Heute ist es endlich so weit: Ich bin da.

Zuerst beziehe ich mein Zimmer im „Hier und Jetzt“ in Monschau und fühle mich auf Anhieb wohl. Danach fahre ich schon einmal zum Brackvenn. Ich möchte herausfinden, von welchem Platz aus ich später den Sonnenuntergang fotografieren kann.

Am Parkplatz Nahtsief, kurz hinter der belgischen Grenze, lasse ich das Auto stehen. Auf der anderen Straßenseite beginnt mein Weg durch das Brackvenn. Mal führen einfache Wege, mal Holzstege durch die Moorlandschaft – und ich halte Ausschau nach meinem Fotoplatz.


Der Tag hat sonnig begonnen, doch inzwischen zieht sich der Himmel zu. Einen Sonnenuntergang werde ich heute wohl nicht fotografieren. Also wandere ich weiter durch das Venn, mache ein paar Bilder und genieße die Landschaft. Für morgen ist besseres Wetter angekündigt, und einen passenden Fotoplatz habe ich bereits gefunden.

Zurück in Monschau bin ich allerdings etwas spät dran. Überall höre ich: „Die Küche ist schon geschlossen.“ Schließlich bekomme ich einen Tipp und lande in der Gaststätte „Zum Haller“, wo es noch warmes Essen gibt.

Das Lokal ist gemütlich, das Essen schmeckt hervorragend, und mit dem humorvollen, gesprächigen Wirt komme ich schnell ins Gespräch. Auf dem Weg zu meinem Zimmer fange ich noch ein paar stimmungsvolle Fotos ein. So endet der Tag doch noch ganz anders, als ich nach dem bewölkten Himmel gedacht hatte.


Am nächsten Nachmittag bin ich wieder im Venn unterwegs. Beim Wandern entstehen noch einige Fotos, bevor ich zu dem Platz gehe, den ich mir für den Sonnenuntergang ausgesucht habe. Ich bereite meine Kamera vor und hoffe auf gutes Licht.

Langsam wird es dämmrig. Der Himmel ist wolkenfrei – eigentlich perfekte Bedingungen. Dann merke ich, dass ich meinen Mückenschutz vergessen habe. Um mich herum wimmelt es von kleinen Stechmücken, und irgendwann bin ich fast froh, als die Sonne endlich untergeht.

Trotzdem hat sich das Warten gelohnt. Der Sonnenuntergang zeigt sich von seiner schönsten Seite, und ich fahre mit den Bildern nach Hause, für die ich hergekommen bin.