Sieben Burgen, zwei Länder und eine Nacht zwischen alten Mauern…

Manche Wanderungen bleiben einem noch lange in Erinnerung… Nicht unbedingt wegen der zurückgelegten Kilometer oder der vielen Sehenswürdigkeiten, sondern wegen dieser besonderen Momente, die man unterwegs erlebt. Wenn man abends am Lagerfeuer sitzt, Geschichten erzählt und die Nacht in einer alten Felsenburg verbringt. Wenn am nächsten Morgen Nebel aus den Tälern aufsteigt und die ersten Sonnenstrahlen langsam die Landschaft zum Leben erwecken.

Unsere Wanderung führt uns über die deutsch-französische Grenze, durch ausgedehnte Wälder und vorbei an mächtigen Sandsteinfelsen zu sieben Burgen, von denen heute nur noch Ruinen erhalten sind.

Mit der Wegelnburg erwartet uns gleich eine der schönsten Aussichten der Tour. Auf etwa 572 Metern Höhe liegt die höchstgelegene Burganlage der Pfalz. Von hier oben reicht der Blick weit über die bewaldeten Hügel des Pfälzerwaldes und der Nordvogesen. Weiter geht es zur Hohenburg und zur Burgruine Löwenstein, deren alte Mauern sich zwischen den Sandsteinfelsen erheben.

Auf französischer Seite wartet mit der Burg Fleckenstein eine besonders beeindruckende Anlage. Mächtige Felsen und alte Mauern gehen hier beinahe nahtlos ineinander über. Über schmale Waldwege führt uns die Wanderung schließlich weiter zur Froensbourg, die für uns an diesem Tag nicht nur ein weiteres Wanderziel, sondern auch unser Nachtlager sein wird.

In einer der alten Felsenkammern richten wir uns für die Nacht ein. Ein ungewöhnlicher Schlafplatz, umgeben von jahrhundertealten Mauern und mächtigen Sandsteinfelsen. Am Abend sitzen wir gemütlich am Lagerfeuer, erzählen Geschichten und genießen die gemeinsame Zeit. 

Besonders schön wird es am nächsten Morgen. Noch liegt die Landschaft im Dunst, während aus dem Tal langsam der Nebel aufsteigt. Die umliegenden Wälder und Felsen verschwinden stellenweise hinter den weißen Schleiern, bis sich nach und nach die Sonne durchsetzt. Ein Anblick, für den es sich lohnt, früh wach zu sein.

Nach dieser besonderen Nacht setzen wir unsere Wanderung fort. Mit dem Wasigenstein und dem Blumenstein warten noch zwei weitere Burgruinen auf uns. Wieder führen die Wege durch dichte Wälder, vorbei an verwitterten Sandsteinfelsen und alten Mauern, die von längst vergangenen Zeiten erzählen.

Was mir von dieser Tour besonders in Erinnerung bleiben wird, sind nicht nur die sieben Burgen und die wunderschönen Aussichten. Es ist vor allem dieser Abend am Feuer, die Nacht zwischen den alten Felsen und der stille Morgen, an dem der Nebel langsam aus dem Tal aufstieg.