Venedig

ogalonga – diesmal wird in Venedig gerudert

Es gibt ja viele gute Gründe, wieder einmal nach Venedig zu fahren.

Diesmal hatten wir einen ganz besonderen: Ein Teil unserer Familie ruderte bei der Vogalonga mit. 

Die Vogalonga findet traditionell am Pfingstsonntag in Venedig statt und ist ein riesiges Spektakel auf dem Wasser. Mitmachen darf alles, was ausschließlich mit Muskelkraft bewegt wird – vom Ruderboot über Kanus und Kajaks bis hin zu den typischen venezianischen Gondeln.

Rund 30 Kilometer führt die Strecke durch die Lagune von Venedig und wieder zurück in die Stadt.

Venedig um fünf Uhr morgens – die Stadt gehört uns

Aber vor dem Sonntag kommt bekanntlich erst einmal der Samstag. 

Und den wollten wir nutzen, um Venedig einmal fast ohne Menschen zu fotografieren.

Eine liebe Freundin war mit mir unterwegs und so klingelte unser Wecker tatsächlich schon morgens um fünf Uhr. 

Aber das frühe Aufstehen lohnt sich.

Um diese Uhrzeit zeigt sich Venedig von einer ganz anderen Seite. Die sonst so belebten Plätze und Gassen sind beinahe menschenleer und selbst die bekannten Sehenswürdigkeiten lassen sich für einen Moment ganz in Ruhe genießen.

Auch interessant, fand ich allerdings das, was man vom venezianischen Alltag hinter den Kulissen mitbekommt.

Transportboote bringen Waren zu Geschäften und Restaurants, die Müllabfuhr sammelt per Boot die Müllsäcke der Anwohner ein und die ersten Menschen sind mit den Vaporettos auf dem Weg zur Arbeit.

Und dann diese kleinen Kanäle am frühen Morgen: Noch kein reger Bootsverkehr, kaum Bewegung auf dem Wasser und eine Oberfläche, die tatsächlich glatt wie ein Spiegel vor einem liegt.

Für mich eine der schönsten Zeiten, um Venedig mit der Kamera zu entdecken.

Still, beinahe menschenleer und für ein paar Stunden ganz anders als das Venedig, das man tagsüber erlebt.

Venedig erwacht

Noch liegen die Gondeln abgedeckt an ihren Plätzen und warten auf die ersten Fahrgäste. Doch nach und nach erwacht die Stadt.

Die ersten Cafés öffnen, in den Gassen wird es langsam lebendiger und auf den Kanälen sind immer mehr Boote unterwegs.

Für uns ist das das Zeichen, langsam den Rückweg anzutreten.

Vogalonga – Venedig einmal ohne Motor

Venedig lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Für längere Strecken lohnt sich aber eine Tageskarte für die Vaporettos. Eine Gondelfahrt ist mir persönlich zu teuer – eine lustige Alternative ist das Traghetto, mit dem man für kleines Geld den Canal Grande überqueren kann. Das Ein- und Aussteigen ist allerdings ein etwas wackeliges Vergnügen. 

Am Pfingstsonntag gehört das Wasser dann den Teilnehmern der Vogalonga. Bunt geschmückte Boote, kostümierte Mannschaften und große venezianische Ruderboote sorgen für ein tolles Bild.

Und wer nicht selbst rudert?

Der sucht sich am Canal Grande ein schönes Plätzchen und genießt das Spektakel bei einem landestypischen Getränk. ;)