Unterwegs ins Chiemgau – oder: Der Weg ist mal wieder das Ziel 

Der eigentliche Anlass unserer Reise ins Chiemgau war ein 60. Geburtstag. Aber wenn wir schon mit dem Womi unterwegs sind und ein bisschen Zeit haben, darf der Weg schließlich gerne ein Teil der Reise sein. Also machten wir uns ganz gemütlich auf den Weg Richtung Süden und bauten unterwegs ein paar schöne Zwischenstopps ein.

Unser erster führte uns nach Regensburg. 

Nicht weit von Regensburg entfernt wartete mit der Walhalla schon das nächste Ziel auf uns. 

Danach ging es weiter Richtung Süden. In Aufham stand ein ganz persönlicher Zwischenstopp auf dem Programm: ein Besuch bei meiner Patenschwester. 

Weiter ging es nach Ruhpolding und damit endgültig hinein in die herrliche Landschaft des Chiemgaus. 

Natürlich durfte auch ein Stop am Chiemsee nicht fehlen, bevor wir an unserem endgültigen Ziel ankamen.

Regensburg

Regensburg – zu Fuß auf Entdeckungstour

Es gab aber auch jede Menge zu entdecken. Wir schlenderten durch kleine Gassen, vorbei an wunderschönen alten Gebäuden und Kirchen verschiedenster Glaubensrichtungen. Natürlich durfte auch der imposante Regensburger Domnicht fehlen.

Zwischendurch fanden sich immer wieder gemütliche Cafés, die geradezu danach verlangten, eine kleine Pause einzulegen. Schließlich muss man bei, am Ende des Tages 17 km, auch für ausreichend Energiezufuhr sorgen. 

Am Abend wechselten wir noch einmal auf die andere Seite der Donau. In einem der Biergärten direkt am Wasser ließen wir bei schöner Aussicht und müden Füßen den Tag ganz gemütlich ausklingen.

Regensburg hat uns richtig gut gefallen – eine wunderschöne Stadt, die sich wunderbar zu Fuß entdecken lässt. Auch wenn unsere Füße am Ende des Tages vielleicht eine etwas andere Meinung dazu hatten. 

Walhalla

Walhalla – beeindruckend über der Donau

Am folgenden Tag ging es weiter zur nahe gelegenen Walhalla. Schon von Weitem ist dieser monumentale Bau ein echter Hingucker.

Wie ein griechischer Tempel thront die aus hellem Marmor errichtete Ruhmeshalle hoch über der Donau. Im Inneren erinnern zahlreiche Büsten und Gedenktafeln an bedeutende Persönlichkeiten der deutschen und europäischen Geschichte, die mit dem deutschsprachigen Raum verbunden sind.

Aber auch die Lage ist einfach wunderschön. Von den mächtigen Stufen und der Terrasse hat man einen herrlichen Blick weit über die Donau und die umliegende Landschaft.

Ein imposanter Ort, bei dem sich Geschichte, Architektur und Aussicht auf besondere Weise miteinander verbinden – und definitiv einen Zwischenstopp wert.

Aufham

Aufham – Zeit für Familie und Freunde

Da der Tag noch jung war, machten wir uns von der Walhalla aus weiter auf den Weg Richtung Süden nach Aufham, einem kleinen Ort im Berchtesgadener Land, nicht weit von der österreichischen Grenze entfernt.

Hier stand zur Abwechslung einmal kein großes Besichtigungsprogramm auf dem Plan, sondern etwas viel Schöneres: Zeit mit meiner Patenschwester und Freunden verbringen.

Auch das gehört für uns zu einer schönen Reise dazu: nicht jeden Tag Kilometer machen und Sehenswürdigkeiten abhaken, sondern zwischendurch einfach mal ankommen, zusammensitzen, gut essen und die Zeit miteinander genießen.

Nach unserer kleinen Auszeit waren wir dann wieder bereit für die nächsten Kilometer – und langsam rückte auch das eigentliche Ziel unserer Reise näher: das Chiemgau.

Ruhpolding

Ruhpolding – jetzt wird es wieder sportlich ;)

Unser nächstes Ziel war Ruhpolding. Nach unserem entspannten Tag in Aufham war jetzt wieder etwas Bewegung angesagt. Also schwangen wir uns auf die Fahrräder und machten uns auf den Weg Richtung Keitlalm.

Ganz ohne Wandern ging es dann allerdings doch nicht, und so wurde aus unserem Ausflug kurzerhand eine Mischung aus Fahrrad- und Wandertour. Oben angekommen wartete die wohlverdiente Belohnung: eine Flasche Radler, herrlich kühl aus dem Brunnen. Dazu ein paar nette Gespräche mit anderen Wanderern – so lässt es sich auf einer Alm doch wirklich gut aushalten. 

Die Gegend rund um Ruhpolding hat uns richtig gut gefallen. Hier lässt es sich nicht nur wunderbar wandern, sondern auch mit dem Fahrrad einiges entdecken. Zahlreiche gut ausgebaute Radwege führen durch die wunderschöne Landschaft und bieten jede Menge Möglichkeiten, die Umgebung auf zwei Rädern zu erkunden.

Und weil wir offensichtlich noch nicht genug Bewegung für diesen Tag hatten, ging es am Abend mit den Fahrrädern noch einmal in den Ort. Dort drehten wir noch eine Runde durch Ruhpolding und schauten uns den Ort in aller Ruhe an. Und weil so ein Tag natürlich auch einen angemessenen Abschluss braucht, gab es später noch einen kleinen Absacker.

Chiemsee

Chiemsee – ein Tag zum Genießen

In Bernau am Chiemsee erwartete uns ein sehr moderner Wohnmobilhafen mit Ver- und Entsorgung sowie Sanitäranlagen. 

Bei schönem Wetter war schnell klar, was wir mit dem Tag anfangen wollten. Die Badesachen wurden eingepackt, wir schwangen uns auf die Fahrräder und machten uns von Bernau auf den Weg Richtung Breitbrunn.

Unterwegs suchten wir uns eines der frei zugänglichen Strandbäder aus und dann hieß es erst einmal: baden, chillen und lesen. Einfach mal nichts besichtigen, keine Kilometer machen und den Chiemsee genießen. Urlaub eben. 

Erst am Nachmittag konnten wir uns dazu aufraffen, langsam den Rückweg anzutreten. Ganz ohne Zwischenstopp ging das natürlich nicht. An der Fischerhütte Reiter legten wir noch eine Pause ein – genau der richtige Ort für ein Fischbrötchen.

Zurück in Bernau stellte sich irgendwann die übliche Frage: Was essen wir heute Abend? Das Angebot an geöffneter Gastronomie war überschaubar und so sah es zunächst gar nicht so gut für uns aus.

In der Fischerei Mintholz hatten wir schließlich Glück. Wir durften uns zu einem netten Pärchen an den Tisch setzen und unser Abendessen war gerettet. Aus der spontanen Tischgemeinschaft entwickelte sich eine nette Unterhaltung und so wurde es noch ein richtig schöner Abend.

Manchmal sind es eben genau diese ungeplanten Begegnungen, die einem in Erinnerung bleiben. Wie einfach und schön kann es doch sein, wenn Menschen freundlich und offen miteinander umgehen.

Duftbräu – ein schöner Abschluss im Chiemgau

Mitten in der wunderschönen Landschaft des Chiemgaus liegt das Duftbräu – herrlich ruhig, umgeben von Wald und mit den Bergen vor der Nase. Genau die richtige Umgebung, um noch einmal ein bisschen bayerische Gemütlichkeit zu genießen.

Also machten auch wir uns auf den Weg dorthin. Schon die Lage ist etwas Besonderes und lädt dazu ein, nicht nur einzukehren, sondern sich auch ein wenig in der Umgebung umzuschauen.

Beim Duftbräu angekommen, hieß es dann aber erst einmal: hinsetzen, genießen und es sich gut gehen lassen. Eine ordentliche Brotzeit, etwas Leckeres zu essen und natürlich ein kühles Bier gehören hier irgendwie einfach dazu. ;)

Nach den vielen Kilometern mit Fahrrad und Wanderschuhen während der letzten Tage war ein bisschen gemütliches Nichtstun schließlich auch mal verdient.

Das Duftbräu war für uns noch einmal eine schöne Portion Chiemgau zum Abschluss: Natur, Berge, gutes Essen und bayerische Gemütlichkeit – manchmal braucht es gar nicht mehr.

Und dann hieß es langsam wieder: Abschied nehmen und mit dem Womi Richtung Heimat rollen.