Madeira – zehn Tage zwischen Blumen, Bergen und Wolken

Zehn Tage Madeira – und ziemlich schnell stellen wir fest, dass die Insel sehr viel mehr zu bieten hat als Blumen und schönes Wetter. 

Mal stehen wir zwischen üppigem Grün und exotischen Pflanzen, dann wieder in einer fast bizarren Berglandschaft, die so gar nicht zu dem Bild passen will, das wir vorher von Madeira im Kopf hatten. Einer der Höhepunkte ist für uns der Pico do Areeiro. Schroffe Gipfel, tiefe Täler und Wolken, die ständig neue Stimmungen entstehen lassen – eine Landschaft, bei der wir immer wieder einfach nur dastehen und staunen.

Wir schlendern durch wunderschöne Gärten, mache Levada Wanderungen, entdecken einen japanischen Garten, genießen die Farben und Pflanzen der Blumeninsel und lassen uns durch Funchal treiben.

Levada-Wanderung – Madeira zu Fuß entdecken

Wer auf Madeira wandern möchte, kommt an den Levadas nicht vorbei. Die schmalen Wasserkanäle führen quer durch die Landschaft und mit ihnen kleine Wege, auf denen wir Madeira noch einmal von einer ganz anderen Seite kennenlernen.

Mal geht es durch üppiges Grün, vorbei an Farnen und moosbewachsenen Felsen, dann wieder öffnen sich plötzlich wunderschöne Ausblicke auf Berge und Täler. Das Wasser plätschert neben uns her und irgendwo tropft oder rauscht eigentlich immer etwas. 

Gerade diese Mischung macht eine Levada-Wanderung  so besonders: Natur, Wasser, schmale Wege und hinter jeder Kurve die Frage, was wohl als Nächstes kommt.

Madeira muss man eben nicht nur sehen – man muss ein Stück davon erwandern.


Markthalle in Funchal – Farben, Düfte und ganz viel Madeira

Ein Besuch auf dem Mercado dos Lavradores in Funchal gehört einfach dazu.

Schon beim Betreten gibt es jede Menge zu schauen: leuchtende Blumen, exotische Früchte, Gemüse, Gewürze und überall Farben und Gerüche. Natürlich bleiben wir ständig irgendwo stehen – und die Kamera bekommt ebenfalls reichlich zu tun. 

Besonders spannend finden wir all die Früchte, bei denen wir teilweise erst einmal überlegen müssen, was das überhaupt ist und wie man es wohl isst.

Zwischen den Ständen schlendern wir einfach ein bisschen herum, schauen, schnuppern und genießen das lebendige Durcheinander.


Funchal – zwischen Festung, Gassen und bemalten Türen

Funchal entdecken wir am liebsten zu Fuß und lassen uns einfach ein bisschen treiben.

Vorbei an der Festung genießen wir immer wieder den Blick aufs Meer, bevor wir in den kleinen Gassen der Altstadt verschwinden. Hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Besonders gefallen uns die vielen bemalten Türen. Mal bunt, mal verrückt, mal richtige kleine Kunstwerke – und natürlich perfekte Fotomotive. 

Dazwischen kleine Plätze, alte Häuser, Straßencafés und immer wieder ein Durchblick Richtung Meer.

Funchal ist eine Stadt, in der man keinen großen Plan braucht. Einfach loslaufen, abbiegen und schauen, was hinter der nächsten Ecke wartet.


Madeira – Landschaften wie aus einer anderen Welt

Was uns auf Madeira immer wieder überrascht, sind diese unglaublichen Gegensätze.

Gerade noch stehen wir zwischen grünen Bergen, im nächsten Moment schauen wir von einer schroffen Steilküste hinunter auf den Atlantik. Felsen ragen aus dem Meer, bizarre Felsnadeln trotzen den Wellen und auf den Landzungen wirkt die Landschaft plötzlich karg und beinahe wüstenähnlich.

Manche Ecken sehen aus, als hätte jemand einfach verschiedene Landschaften genommen und auf einer kleinen Insel zusammengewürfelt. 

Genau das macht Madeira für uns so spannend. Hinter der nächsten Kurve kann wieder alles vollkommen anders aussehen.


Monte Palace – ein bisschen Japan mitten auf Madeira

Der japanische Garten im Monte Palace ist für uns eine der schönsten Überraschungen in Funchal.

Zwischen kleinen Teichen, Brücken, Wasserläufen und üppiger Vegetation schlendern wir durch eine wunderschön angelegte Gartenwelt. Überall gibt es etwas zu entdecken – exotische Pflanzen, kleine versteckte Ecken und immer wieder neue Fotomotive.

Eigentlich wollen wir nur ein bisschen durch den Garten laufen. Aber wie so oft dauert „ein bisschen“  deutlich länger – es gibt einfach zu viel zu sehen und zu fotografieren. 

Ein Ort, an dem man wunderbar die Zeit vergessen kann.


Madeira – weitere Eindrücke rund um die Insel

Und dann sind da noch all die kleinen Eindrücke unterwegs, die sich gar nicht so einfach in eine Kategorie packen lassen.

Kurvige Straßen durch die Berge, kleine Dörfer, steile Küsten, bunte Häuser, Häfen und immer wieder der Atlantik. Wir halten an Aussichtspunkten, entdecken kleine Ecken abseits der bekannten Ziele und machen natürlich den einen oder anderen spontanen Fotostopp.

Gerade diese ungeplanten Momente gehören für uns zu einer Reise dazu. Nicht immer muss ein bekanntes Ziel am Ende der Straße warten.

Manchmal reicht schon die Neugier auf das, was wohl hinter der nächsten Kurve kommt. :)

Und davon gibt es auf Madeira ziemlich viele.