Maggiatal – einfach mal abbiegen

Das Maggiatal war für uns einer dieser Orte, bei denen schon nach den ersten Kilometern klar war: Hier wollen wir nicht einfach nur durchfahren.

Immer wieder schweift der Blick zum türkisfarbenen Wasser der Maggia, zu den Felsen und den kleinen Dörfern, die sich zwischen die Berge schmiegen

Das Tal der Maggia

Foroglio – klein, ursprünglich und ziemlich beeindruckend

Foroglio ist ein beeindruckender Ort. Die alten Steinhäuser, die schmalen Wege und dahinter der mächtige Wasserfall, der über die Felsen ins Tal stürzt – eine ziemlich beeindruckende Kulisse.

Spannend finde ich aber auch, wie ursprünglich es hier teilweise noch zugeht. Einige der alten Häuser kommen bis heute ohne den Komfort aus, den wir ganz selbstverständlich gewohnt sind. Strom wird zum Teil mit kleinen Wasserturbinen oder Solarzellen erzeugt, andernorts sorgen Petroleumlampen und Kerzen für Licht.

Und während man durch die wenigen Gassen läuft, wandert der Blick sowieso immer wieder nach oben zum Wasserfall.

Hinauf zur Fallkante

Bevor wir uns auf unsere geplante Wanderung zur Fallkante des Wasserfalls machen, kehren wir erst einmal in der Osteria Froda ein.

Stärkung muss schließlich sein.

wollen allerdings nicht nur zum Fuß des Wasserfalls, sondern auch hinauf zur Fallkante.

Der Bergpfad führt uns an der steilen Felswand immer weiter nach oben. Dabei begleitet uns ständig das laute Getöse der herabstürzenden Wassermassen – mal ganz nah, mal etwas weiter entfernt.

Der Weg ist abwechslungsreich: über Stock und Stein, Treppen und einige gesicherte Passagen geht es stetig bergauf. Unterwegs kommen wir an einer kleinen Kapelle vorbei und immer wieder öffnen sich schöne Ausblicke auf Foroglio und das Tal.

Je höher wir kommen, desto beeindruckender wird die Landschaft – und desto gespannter sind wir darauf, wie es wohl oben an der Fallkante aussieht.

Oben angekommen – eine andere Welt

Oben angekommen verändert sich die Landschaft plötzlich völlig.

Vor uns öffnet sich eine kleine Hochebene, durch die sich die Calnegia ihren Weg durch ein steiniges Bachbett sucht. Das klare Wasser leuchtet zwischen den hellen Felsen in wunderschönen Farben und hat sich an manchen Stellen tief in den Stein gegraben.

Dazwischen liegen riesige Felsblöcke, als hätte sie jemand einfach in der Landschaft verteilt. Und dann stehen hier oben tatsächlich noch diese alten, trutzigen Steinhäuser, die teilweise bis heute bewohnt sind.

Eine kleine Steinbrücke führt über das rauschende Wasser und macht das Bild endgültig perfekt.